Die Fahrt durch den Panamakanal ist bestimmt einer der Höhepunkt der Reise! Vom Atlantik aus kommend geht es erst einmal durch die Schleusen von Gatun. In drei Schleusenkammern wird insgesamt eine Höhe von 26 m überwunden. Die Schiffe werden dabei von „Lokomotiven“ stabilisiert, die die Schiffe bei der Einfahrt in die Kammern begleiten.

Wenn das geschafft ist, dehnt sich der Gatun-See auf einer Fläche von 400 km² aus. Lange Zeit war er der größte Stausee der Erde. Als der Panamalkanal 1914 fertig gestellt war, hatte dieser Stausee eine riesige Fläche tropischen Waldes geflutet. Daher bietet sich heute ein unbeschreibliches Bild, wenn das Schiff über das Wasser gleitet: die Ufer sind von tropischem Wald gesäumt und überall tauchen von Dschungel bedeckte Inseln auf. In der ganzen Region hat sich eine einzigartige Lebenswelt erhalten und teilweise auch erst gebildet.

Fahrt auf dem Gatun-See

Fahrt auf dem Gatun-See

Ungefähr 35 km geht die Reise durch diese Märchenwelt, bevor der Kanal als solcher erst erkennbar wird. Im weiteren Verlauf wurde der Kanal durch das Bergland getrieben. Unvorstellbare Massen von Hügeln und Bergen wurden gesprengt und abgetragen. Allein an der dramatischsten Stelle, dem sogenannten Culebra-Cut, wurde eine Masse abgetragen, die in ihrem Volumen 63 Cheops-Pyramiden entspricht.

In Richtung Pazifik folgt dann die Pedro-Miguel-Schleuse und dann nach weiteren 2 km die Miraflores-Schleusen, bevor über den Ausfahrtskanal dann der Pazifische Ozean und Panama-Stadt erreicht wird. Bei prächtigem Wetter und 34°C fahren wir durch dieses Wunderwerk, unterfahren die großartige Jahrhundertbrücke, kurz vor Panama-Stadt die Panamericana-Brücke und erreichen den Pazifik dann schon im Dunkeln, wo wir vor der erleuchteten Skyline von Panama-City auf Reede liegen.

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Written by Stephan Börries

2 Comments

Susanne

Hier kommt noch eine kleine modische Anmerkung :
Da tut sich doch gleich die Frage nach dem gleichnamigen Hut auf, der seine Berühmtheit der Rede nach durch W. Churchill erhalten haben soll. Der habe angeblich denselben bei der Eröffnung des Panamakanals getragen und ihm somit zu Werltruhm verholfen 😉
Über die Entstehung des Namens gibt es mehrere Theorien. Eine Geschichte zur Namensentstehung ist überzeugend und geschichtlich belegt:
Vormals konnten Güter, die in Südamerika ohne Mitwirkung von in den USA beheimateten Firmen produziert wurden, nicht direkt aus den Ursprungsländern in die USA eingeführt werden. Zentrale Sammel- und Zollstelle für deren USA-Import war allein Panama. Also trugen alle diese Hüte, aus welchem Land sie ursprünglich auch stammten, die Zollstempel aus Panama. Man nannte sie daher in den USA kurzerhand panama hat. Dieser Begriff hat sich dann in mehreren Sprachen durchgesetzt.
Trägst Du auch einen ?

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Susanne

Und nochmehr Hutgeschichten :
Ursprünglich wird der edle Hut seit 1630 in Montecristi, Provinz Manabi – Ecuador hergestellt. Ein wahres Wunder an manueller Fingerfertigkeit, geflochten aus feinen Fasern einer speziellen Palmenart, genannt „Paja Toquilla“.
Bekannt wurde der Panamahut durch seine Verschiffung nach Europa, die Weltausstellung 1880 in Paris und den Verkauf an Goldsucher auf den Weg nach Nordamerika.
Der Name „Panama“ kommt vom Bau des Panamakanals. Händler aus Ecuador verkauften zu dieser Zeit ihre Hüte in Panama, vor allem an die Kanalarbeiter. Diese trugen den luftigen und leichten Schattenspender, um die quälende Hitze leichter zu ertragen.
Beim Besuch der Bauarbeiten des Panamakanals, im November 1906, schmückte und schützte der amerikanische Präsident Theodore Roosevelt sein Haupt mit einen dieser Hüte. Sein Foto ging um die Welt und der Panamahut wurde ein Symbol der modernen und berühmten Menschen wie Winston Churchill, Harry Truman, Paul Newman und viele mehr.

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