Ein Ausflug in den Lauca-Nationalpark, bedeutet für mich, dass ich um 5:00 Uhr aufstehe, denn um 6:30 Uhr sollen die Busse abfahren! Zunächst geht es durch die Hafenstadt Arica, die der Hauptseehandelsplatz für Bolivien ist und wo sich einer der weltweit größten Standorte für Fischmehlproduktion befindet, was im Hafen und im Stadtgebiet auch ganz gut zu riechen ist! Wir nehmen dann die Staatsstraße, die durch das Lluta-Tal und weiter nach La Paz, Bolivien führt. Da es um Zeit hier noch dunkel ist, sehen wir nicht viel vom unteren Teil des Tales, an dessen Hängen sich Geoglyphen befinden, das sind präkolumbianische Steinsetzungen in Symbolformen, und auch die riesigen Hühnerfarmen, in denen gleich ein Teil des Fischmehls aus Arica verfüttert wird, riechen wir nur.

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Je weiter wir aber das Tal hinauf fahren, desto mehr engt die Wüste den Streifen fruchtbaren Landes ein. Irgendwann verlässt die Straße das Flusstal und windet sich weiter hinauf in das Bergland.

Kandelaberkaktus

Kandelaberkaktus

Bei ungefähr 2.000 mNN machen wir einen Stop, um uns die Kandelaberkakteen anzusehen, die mit ihren stacheligen Stämmen und Armen von hier bis in eine Höhenlage von 2.700 mNN wachsen.

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Beim nächsten Stop, wir haben mittlerweile ca. 3.000 m NN erreicht, gibt es die Reste einer Festung der Inka zu sehen.

Coca-Tee

Coca-Tee

Weiter geht es die Nationalstraße hinauf, auf der fast ausschließlich LKW verkehren, die entweder von oder nach Bolivien fahren. Um uns gegen die Höhenkrankheit fit zu machen, kehren wir in einem Gasthaus am Wege ein und werden mit Coca-Tee versorgt.

Vikunjas

Vikunjas

Die Straße führt weiter bergauf und durchquert den Lauca-Nationalpark. Hier sehen wir Vikunjas, ein Kamelart, Alpacas, Andenkaninchen und sonst noch, was den kleinen Tierfreund glücklich macht.

Chungara-See

Chungara-See

Das Ziel unseres Ausfluges ist der Chungara-See, zwei 6000er einfassen. Das muß ein großartiger und erhebender Anblick sein. Doch nicht heute, denn je näher wir dem Aussichtsplatz auf 4.700 mNN kommen, desto schlechter wird dasWetter. Als wir dann am Ufer des Sees stehen, schneit und stürmt es, so dass es nach nur kurzen Aufenthalt wieder zurück in wärmere Zonen geht.

Written by Stephan Börries

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