DSC03827 (800x577)

Von Valparaiso, wo unser Schiff liegt, geht es nach Santiago de Chile über eine perfekte Autobahn, die an diesem Sonntagmorgen zudem noch ziemlich leer ist. Wir erreichen nach ca 45 km eine Passhöhe und auf einmal verändert sich die waldreiche Landschaft in ein Weinbaugebiet von der Sanftheit einer Toskana. Der Morgennebel gibt den Trauben, die hier zwischen Mitte März und Anfang April geerntet werden, die entsprechende Feuchtigkeit.

DSC03816 (800x533)

Nach ungefähr 90 min Fahrtzeit erreichen wir die Stadt und beginnen einen Rundgang, der durch das Stadtzentrum zum Hauptplatz führt, an dem, wie üblich, Kathedrale, Erzbischofpalast und ehemals spanische Veraltungsgebäude liegen.

DSC03815 (533x800)

Ein kurzer Besuch der kühlen Kathedrale erfrischt von den Außentemperaturen, die jetzt um die Mittagszeit auf ungefähr 35°C angestiegen sind.

DSC03807 (800x576)

Quipo

 

Ein Besuch im Museum für präkolumbianische Kunst schließt sich an und in dem Museumsbau, der ursprünglich das Zollamt beherbergt hat, sind sich Artefakte aus mehr als 5000 Jahren ausgestellt. Die Sammlung gilt als eine der besten der mittel- und südamerikanischer Kunst. Die Quipos z.B. sind Knüpfschnüre, die den Inkas als Kommunikationsinstrument gedient haben. Über die Zahl und Art der Knoten, und dann noch die Farbe der Schnüre, konnte Auskunft über Zahl und Art der Vorräte und Ernten, der Bevölkerungszahlen, den Anbau von Feldfrüchten etc. gegeben werden. Mit diesen Hilfsmitteln schaffte es das Volk der Inka, das keine Schriftsprache kannte, ein riesiges Reich zu verwalten und zusammenzuhalten.

DSC03817 (800x578)

Wohnhaus des chilenischen Dichters, Politikers und Nobelpreisträgers Pablo Neruda im Künstlerviertel Bellavista

 

DSC03821 (800x579)

Am späten Vormittag besuchen wir das Wohnhaus des chilenischen Dichters, Politikers und Nobelpreisträgers Pablo Neruda im Künstlerviertel Bellavista. Das Haus mit all seinen Ausstattungsgegenständen ist ein sehr persönlicher Ort und wurde nach Nerudas Tod im Jahre 1973 in eine Stiftung überführt.

Das Viertel ist heute noch sehr lebendig und die buntfarbigen Häuser laden dazu ein, in den Restaurants und Bars einzukehren.

Bevor es am Nachmittag zurück nach Valparaiso geht, fahren wir mit der Standseilbahn auf den Stadtberg Cerro San Cristobal, wo die relativ klare Luft einen großartige Aussicht auf den Stadtkern der 6,5 Millionenstadt und auf die Andenkette bietet, die hier bis auf 3000 mNN ansteigt.

DSC03825 (800x578)

 

Written by Stephan Börries

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code