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Im Hafen von Saint Jean de Luz

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Typisch baskische Häuser in der Altstadt

Saint Jean de Luz ist ein Badeort im baskischen Frankreich und hier liegen wir einen Nachmittag auf Reede. Leider ist das Wetter nicht so prächtig wie heute in Berlin; deshalb kann der Plan, hier ein paar Stunden am Strand zu liegen, leider nicht umgesetzt werden. Aber für einen Bummel in den Gassen der Stadt reicht es allemal.

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Das Haus, in dem Louis XIV anläßlich seiner Hochzeit wohnte

Bevor der kleine Ort am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem mondänen Kurort mit Grand Hotels, Golfplatz  und eleganten Restaurants wurde, ragt ein bedeutendes Ereignis aus der Stadtgeschichte heraus: im Friedenvertrag zwischen Spanien, der vom Kardinal Mazarin ausgehandelt wurde, war einer der 124 Vertragsartikel die Vermählung des französischen Königs mit der ältesten Tochter des spanischen Königs. So kam es 1660 dazu, daß hier, auf halbem Wege zwischen Paris und Madrid die Hochzeit von Ludwig XIV und Maria Theresia von Österreich stattfand.

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Das Geburtshaus von Maurice Ravel in Ciboure

In Ciboure, auf der anderen Seite des kleinen Hafens, oder Ziburu, wie der Ort auf Basksich heißt, steht das Haus, in dem der Komponist Maurice Ravel 1875 geboren wurde. In diesem Haus aus dem 17. Jhdt. hat übrigens der Kardinal Mazarin während der von ihm Hochzeitfeierlichkeiten seines königs logiert. Maurice Ravel hat hier aber lediglich die ersten Monate seines Lebens verbracht. Sein Onkel war in dem vornehmen Sandsteinhaus im holländischen Stil als Hausmeister angestellt und gab seiner Schwester die Möglichkeit, in der Zeit der Entbindung bei ihm unterzukommen.

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Pelotaspieler mit ihren Groupies in einer historischen Aufnahme

Die baskische Tradition lebt nicht nur in der Sprache und der traditionellen Küche weiter. Auch das Nationalspiel, die Pelota Basque, wird weiter gepflegt. Dieses Ballspiel wird mit gefochtenen „Wurflöffeln“ gespielt und erfreut sich großer Beliebtheit.

Written by Stephan Börries

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