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Eine der vielen Mühlen in der Altstadt von Bayeux. Hier wurde Eichenrinde gemahlen, die zum Gerben von Tierhäuten gebraucht wurde (Lohgerberei).

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Die Kathedrale von Bayeux mit dem charakteristischen Vierungsturm. Die Rekonstruktion aus dem 19. Jhdt. sieht ein bißchen aus, wie das Neue Rathaus in Hannover, oder?

Nach dem herrlichen Sommertag von gestern werden wir heute daran erinnert, daß es erst Anfang Mai ist: grauer Himmel und dicke Regenwolken und wir fürchten schon, daß der Ausflug heute naß werden kann. Durch die wunderschöne Normandie, in der wir tatsächlich einige der angeblich 10 Millionen Apfelbäume, die es hier geben soll, blühen sehen, fahren wir nach Bayeux, um uns die Altstadt, die in ihren Ursprüngen normannische Kathedrale und vor allem den „Teppich von Bayeux“ anzuschauen. Der „Teppich“ ist eine Wollstickerei auf einem Untergrund aus Leinen, die in einer Bildergeschichte die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer im Jahr 1066 erzählt. Dieses unglaubliche Kunstwerk ist über sechzig Meter lang, etwas mehr als 50cm hoch und wurde vor fast tausend Jahren geschaffen.

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Das Chateau d’Audrieu

Zum Mittagessen fahren wir dann in die Calvados-Region, wo im Chateau d’Audrieu ein phantastisches Mittagessen auf uns wartet.

Danach geht es weiter nach Caen. Wilhelm der Eroberer gründete hier im Jahre 1059 zwei Abteien, eine für sich und eine für seine Frau Mathilde als Grablege, weshalb die eine auch als Abbeye aux Hommes und die andere als Abbeye aux Dames bekannt ist. Diese wunderbaren Bauten haben die Zerstörungen des zweiten Weltkrieges überstanden und gelten als die Ursprünge der europäischen Gotik.

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Die Abteikirche St. Etienne in Caen, auch Abbeye aux Hommes genannt mit den Gebäuden des Fürstäbtlichen Palastes aus dem 18. Jhdt., das heute Rathaus

Auf dem Rückweg zum Schiff machen wir noch einen Abstecher zum alten Hafen von Honfleur und freuen uns, daß wir die mitgeführten Regenschirme gar nicht gebraucht haben.

 

Written by Stephan Börries

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