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MS EUROPA im Hafen von Dover

Bevor wir uns in Richtung Brunsbüttel aufmachen, ist Dover unsere letzte Destination in England. Die Stadt mit ihren 45.000 Einwohnern ist auf Grund ihrer Lage am englischen Kanal mit ihrem Fährhafen einer der meist genutzten Häfen der englischen Küste. Seit Eröffnung des Eurotunnels ist die Bedeutung des Hafens jedoch erheblich zurückgegangen und man versucht nun, diesen Rückgang durch den Ausbau des Kreuzfahrt-Verkehrs auszugleichen.

Die Stadt, die eingerahmt wird von den berühmten weißen Klippen, war schon ein wichtiger Landeplatz für die Römer und von hier führte eine bedeutende Militär- und Handelsstraße quer durch Britannia.

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Dover Castle

Im Mittelalter bauten zunächst die normannischen Eroberer und danach die englischen Könige eine mächtige Burganlage oberhalb der Stadt, um die englische Südküste an dieser verwundbaren Stelle gegen Angreifer von außen zu sichern. Vor allem unter König Heirich II entstand die beeindruckende Festung, die in den Folgejahrhunderten bis hin zum zweiten Weltkrieg immer wieder erweitert und den sich verändernden militärischen Bedürfnissen angepasst wurde.

Im Zentrum der Festung steht aber immer noch der beeindruckende Palast, in dessen Innerem die Räume wieder so ausgestattet wurden, wie sie sich wahrscheinlich auch zur Zeit des großen englischen Königs im 13. Jahrhundert präsentiert haben. Möbel, Wandbehänge und Gebrauchsgegenstände geben dem Besucher ein anschauliches Bild von der „Wohnqualität“ dieser Königsburg, wie ich es bisher an keiner anderen Stelle gesehen habe.

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Königliches Schlafzimmer im Dover Castle

Der Rundgang im Palast endet auf dem Dach des Burgfrieds, wo der Union Jack im strammen Wind knattert. Ein besseres Bild, um sich für dieses Mal von England zu verabschieden, ist kaum denkbar.

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Der Union Jack ober dem Dover Castle

 

Written by Stephan Börries

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