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Das Rathaus von Messina

Weil der Wetterbericht für den Süden Siziliens heute nichts Gutes verheißt, hat MS EUROPA den Kurs geändert und wir fahren nicht Syrakus an, sondern Messina, die Hafenstadt an der (Wasser-)Straße, die von dieser Stadt ihren Namen hat. Messina, das auch das Tor Siziliens genannt wird, ist die drittgrößte Stadt der Insel. Nach hier setzen die Fähren vom italienischen Festland über und seit dem 8. Jahrhundert vor Christus war der Ort wegen seiner günstigen Lage ein wichtiger Handelsplatz. Aus dieser langen Geschichte hat sich im Stadtbild kaum etwas erhalten, denn die großen Erdbeben von 1783 und 1908, und später die Bombardements des zweiten Weltkrieges haben fast alle historischen Gebäude zerstört. Beim Wiederaufbau der Stadt hat man breitere Straßen geschaffen und vor allem die vielen Bäume in der Straßen hier sind für sizilianische Städte eher ungewöhnlich.

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Taormina, die Piazza

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Blick auf die Bucht von Naxos

Von Messina aus fahren wir eine knappe Stunde nach Taormina, einer Stadt, die sich zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Badeort entwickelt hat. Die Stadt liegt auf einer Bergkuppe direkt über dem Meer und von vielen Orten bietet sich ein grandioser Blick auf die Bucht von Naxos. Bei klarem Wetter kann man sogar den Ätna sehen, aber der Gipfel des Vulkans verbirgt sich heute hinter einer Wolkenschicht.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Taormina ist das griechisch-römische Theater. Von den Griechen angelegt und von den Römern später für ihre Zwecke umgebaut, wird das Theater noch heute bespielt und im Hintergrund der Kulisse geht der Blick weit über Land und Meer bis zum Ätna.

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Das griechisch-römische Theater von Taormina

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Früchte dieser Kakteen, „fichi d’india“ genannt, sind süß und vitaminreich, wenn man es geschafft hat, sie zu öffnen, ohne sich an den Stacheln zu verletzen

In den Schaufenstern der Hauptstraße werden die Besonderheiten Siziliens als Andenken an den Besuch der Stadt angeboten: Marzipan in allen Formen, die berühmte sizilianische Keramik und Marionetten, die sogenannten Pupazzi, mit denen volkstümliche Ritterdramen aufgeführt werden.

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Pupazzi im Stadtmuseum; die Figuren sind ca. 80cm groß

Eine besondere Leckerei und Erfrischung auf Sizilien ist die Granita, ein „gemahlenes“ Eis, das traditionell entweder mit Zitronen, Kaffee oder Mandeln aromatisiert angeboten wird.      dsc07854

Written by Stephan Börries

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