Der Pacaya am frühen Morgen bei der Anfahrt nach Porto Quetzal

Unser heutiger Hafen heißt Porto Quetzal und ist nach dem seltenen Vogel benannt, den schon die Azteken und die Maya verehrten. Quetzal ist auch die Bezeichnung für die Landeswährung Guatemalas, das wir heute besuchen. Hinter dem Tiefland an der Pazifikküste liegen mehr als dreißig Vulkane, von denen einige noch aktiv sind, so auch der Pacaya mit einer Höhe von 2.552 m Höhe. Die Gualtemateken sind sehr froh über diese Aktivität, denn anderenfalls droht sich die unterirdische Energie in Erdbeben auszutoben, was in der Geschichte dieser Region immer wieder vorkommt.

Das Herrenhaus der Kaffeeplantage mit dem Trockenplatz für die Bohnen

Junge Kaffeepflanzen in der Aufzucht

Unsere Fahrt ins Landesinnere führt uns in das Hochland und dort zunächst zu einer Kaffeeplantage. Kaffee ist eines der wichtigsten Exportgüter des bitterarmen Landes, das jahrzehntelang unter Bürgerkrieg und Misswirtschaft zu leiden hat, so dass Guatemala noch heute eines der ärmsten Länder der Welt ist. Wir besichtigen die Baumschule und die Bearbeitungshallen und Höfe des Gutes und lernen dabei, wie arbeitsintensiv der Weg vom Kaffeestrauch bis in die Kaffeetasse ist.

Die Hauptstraße von Antigua

Den Nachmittag verbringen wir in Antigua de Guatemala, der Stadt, die zwischen 1543 und 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika war. Dann wurde die Stadt, wie vorher schon mehrere Male, so stark von einem Erdbeben verwüstet, dass man die Hauptstadt Guatemalas 40 km östlich neu gründete. Antigua ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen Guatemalas und obwohl viele ihrer Barockkirchen, Klöster und Paläste nach den Zerstörungen nur teilweise wieder aufgebaut wurden, beeindruckt Antigua mit ihrem kolonialen Stadtbild die Besucher und zählt seit 1979 zum UNESCO Welterbe.

Mayaschönheiten auf dem Weg in die Stadt

Das Fronleichnamsfest wird mit großem Pomp, Böllern und Feuerwerk gefeiert

In den Straßen von Antigua

Antigua liegt auf einer Höhe von 1.500 m NN und wird umgeben von den drei Vulkanen Fuego, Agua und Acatenango, aber da wir ja in der Regenzeit unterwegs sind, der im weiteren Verlauf des Tages auch reichlich fällt, können wir die sicher atemberaubende Kulisse der Stadt nur auf den Reiseprospekten bewundern. Als wir gegen Abend wieder zurück in Richtung Hafen fahren, ist der regen so stark, dass das Wasser in Strömen zu Tal will und die Straßen teilweise kniehoch flutet.

Wasser auf und unter einer Brücke

Written by Stephan Börries

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