Morgenstimmung an Deck vor der Skyline von Panama-Stadt
Die Ruine der Kathedrale von Panama la Vieja

Heute sind wir auf „Zeitreise“ in Panama-Stadt unterwegs: zunächst fahren wir nach Panama la Vieja, oder was von dieser ersten Stadtgründung der Spanier aus dem Jahre 1519 nach der Zerstörung und Plünderung durch den englischen Freibeuter Henry Morgan noch übrig geblieben ist. Panama war damals der Umschlagplatz für die Gold- und Silbermengen, die die Spanier aus Südamerika sogen und über den Isthmus von Panama auf die atlantische Seite brachten, um es nach Spanien zu verschiffen. Da war fette Beute zu erwarten und so nahm sich Henry Morgan denn auch diese fast ungeschützte Stadt gründlich vor.

Placa de Francia an der Spitze von Casco Viejo – man beachte den gallischen Hahn auf dem Obelisken!

Danach wurde eine neue Stadt gebaut, ca. 10 km weiter nördlich auf einer Halbinsel im Meer und diesmal mit einer ordentlichen Befestigungsanlage. Dieser Teil nennt sich heute Casco Viejo und beherbergt die Kathedrale, den Präsidentenpalast, eine Menge Kirchen und noch mehr Häuser im Kolonialstil, die aber bedauerlicherweise zum großen Teil in einem fürchterlichen zustand oder auch überhaupt ruinös sind. Grund dafür sind die Gesetzgebungen aus „sozialistischer“ Zeit, die den Mietwohnraum praktisch unkündbar machen und dazu geführt haben, dass die Hausbesitzer die Dächer lieber über den Wohnungen einstürzen lassen, als sie in Stand zu halten

Diese Hüte stammen zumeist aus Fernost – die richtigen Panama-Hüte gibt es in Ecuador

Heute spielt sich das wirtschaftliche Leben von Panama-Stadt eher in den Neubauvierteln mit ihren Hochhäusern und Einkaufszentren ab und von Besuchen des Casco Viejo nach Einbruch der Dunkelheit wird eher abgeraten.

Frank Gehrys Museum der Biodiversität

Auf dem Weg zurück zum Schiff machen wir wieder einen Stop am Museum der Biodiversität, das vom amerikanischen Architekten Frank Gehry (Guggenheim-Bilbao)entworfen wurde und in dem es um den Artenreichtum von Panama geht. In dem kleinen Land kommen immerhin 15.000 Pflanzenarten, 940 Vogel- und 1.500 Schmetterlingsarten vor.

Den Tag über werden wir durch kräftige Güsse daran erinnert, dass wir in der Regenzeit unterwegs sind und wenn es mal nicht regnet, sorgen Luftfeuchtigkeiten von knapp 90 % dafür, das es trotzdem nass ist.

 

Written by Stephan Börries

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