Mit Cartagena haben wir unseren Abstecher nach Südamerika beendet und nun fahren wir den Tag über bei Sonnenschein und 28°C auf dem karibischen Meer in Richtung Costa Rica. Hier landete Christoph Columbus 1502 das erste Mal an der Atlantikküste Amerikas und zwischen 1519 und 1523 wurde dann der Großteil des heutigen Costa Rica für die spanische Krone erobert. Der Name, den die Kolonie erhielt (Costa Rica / reiche Küste), sollte sich als Wunschvorstellung der Spanier herausstellen, denn das Land ist arm an mineralischen Rohstoffen und Edelmetallen. Aus diesem Grund und wegen seiner unbedeutenden strategischen Lage blieb die Kolonie nachrangig und unterentwickelt, bis sie 1821 ihre Unabhängigkeit erhielt.

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Militär zugunsten von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen abgeschafft und heute gilt Costa Rica als eines der fortschrittlichsten Länder Südamerikas. Fast der gesamte Strombedarf wird aus erneuerbaren Quellen gespeist und 27% der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Im Gegensatz zu anderen Ländern der Region hat Costa Rica seit den 1950er Jahren eine stabile Demokratie und 1983 erklärte es seinen Status als „dauerhafte und aktive unbewaffnete Neutralität“. Deshalb wird es manchmal auch die Schweiz Zentralamerikas genannt.

Damit am Seetag echt karibisches Lebensgefühl aufkommt, gibt es heute den traditionellen bayerischen Frühschoppen, mit Weißwürscht’n, Haxen, Kraut und Blasmusik. Freibier und Obstler machen die Sause dann wieder richtig rund! Und wenn der Rausch dann ausgeschlafen ist, steht heute Abend ein plattdeutsches Kabarett mit dem Titel: „hör mal’n beten to“ auf dem Unterhaltungsproramm.

Written by Stephan Börries

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