Sonntag, der 10.12.2017 und zweiter Advent

Gestern war ein Seetag und abgesehen davon, dass nicht wirklich viel zu berichten war, hat es mit der Internetverbindung auch nicht wirklich gut geklappt.

Dafür klingelt heute der Wecker noch einmal früher, denn um 5:45 h soll es schon losgehen zum Flughafen von Manta nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Im Flugzeug überqueren wir den Äquator (nach dem das Land seinen Namen hat) und kommen dann in die Hauptstadt, die ungefähr 2.800 m über dem Meeresspiegel liegt.

Blick auf die Plaza Mayor mit Kathedrale, Präsidentenpalast und dem Panecillo mit dem Standbild der Virgen de Quito

Quito wurde 1534 von den spanischen Eroberern auf den Resten einer teilweise von den Spaniern zerstörten Inkastadt angelegt und wurde zu einer bedeutenden Handelsstadt und später nach der Gründung des Staates Ecuador im Jahre 1830 die Landeshauptstadt. Die Stadt liegt im sogenannten Guayllabamba Becken, das ungefähr 50km lang und nur 4km breit ist. Dieses Becken wird von insgesamt 14 Vulkanen umgeben von denen eine ganze Reihe auch noch aktiv ist. Der letzte größere Vulkanausbruch war 2002. Diese besondere geologische Situation hat auch immer wieder Erdbeben zur Folge, weshalb viele der historischen Gebäude im Laufe ihrer Geschichte mehrfach wieder aufgebaut werden mußten.

Trotz dieser „bewegten“ Vergangenheit hat sich in Quito eine einzigartiges Stadtbild einer spanischen Kolonialgründung erhalten, weshalb die Stadt bereits 1978 als eine der ersten zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde.

Bevor wir aber in die eigentliche Kolonialstadt kommen, machen wir einen Halt an der Basilica del Voto National, einem neogotischem Kuriosum, mit dessen Bau im Jahre 1887 begonnen, das 1988 geweiht aber immer noch nicht fertig gestellt wurde. Das besondere sind vor allem die Steinfiguren an den Außenfassaden, die teilweise landestypische Tiere wir Amadillos, Tapire und Galapagos Schildkröten darstellen.

Das Kloster San Francisco in Quito

In der Altstadt besuchen wir selbstverständlich das Kloster San Francisco. Der riesige Komplex, der insgesamt 3 Kirchen und 13 Kreuzgänge auf einer Gesamtfläche von annähernd 40.000m² umfaßt, ist die größte Anlage der spanischen Kolonialarchitektur überhaupt und wird auch als der Escorial der Neuen Welt bezeichnet.

Während des Mittagessens können wir einen Festzug beobachten, der sich mit Musik- und Tanzgruppen durch die Altstadt bewegt und zu Ehren der Jungfrau von Guadelupe veranstaltet wird, die hier wie in ganz Mittel- und Südamerika verehrt wird.

Hutverkäuferin bei der Mittagssuppe

Written by Stephan Börries

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