Mittwoch, 13.12.2017

Callao heißt der Hafen, in dem wir heute liegen und von dem aus wir Lima besuchen. Die ehemalige „Stadt der Könige“ ist heute auf eine Einwohnerzahl von fast 9 Millionen angewachsen und breitet sich auf einer Fläche aus, die etwas größer als das Saarland ist. Obwohl ein Großteil der Fläche eher dünn bis ländlich bebaut ist, hat Lima mit 8.500 Einwohnern/km² eine mehr als doppelt so hohe Dichte wie Berlin (3.800 EW/km²). Die Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten Perus in die Metropolregion hält weiter an und so entstehen immer mehr sogenannte Pueblos Jovens, eine geradezu nette Umschreibung für die wilden Siedlungen, die nicht viel mehr sind als Slums.

Das Museum Larco Herrera

Goldschmuck eines Fürsten der Lambayeque kultur

Auf dem Weg von Callao in das Zentrum des kolonialen Lima, das 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe erhoben wurde, ist unser erster Halt am Museo Larco. Dieses wunderbare Museum ist in einem Herrenhaus aus der Kolonialzeit untergebracht, das seinerseits auf den Ruinen eines Inkatempels gebaut wurde. In dem Museum, das von einem farbenstrotzenden Garten umgeben ist, werden erlesene Sammlungen präkolumbianischer Kultur gezeigt. In den Abteilungen für Keramik, Textil und Edelmetall werden Exponate aus der Moche-, der Lambayeque- und der Inkazeit ausgestellt. Wer es in der nächsten Zeit nicht nach Lima schafft, sollte die laufende Inkaausstellung in der Völklinger Hütte besuchen, die zum guten Teil mit Leihgaben aus dem Museum Larco bestückt ist.

Plaza San Martin, Lima

In Lima selbst führt unser Weg uns von der Plaza San Martin (benannt nach dem südamerikanischen Freiheitskämpfer) zur Plaza Mayor, dem Zentrum des kolonialen Lima. Hier schlug das Herz der Hauptstadt des Vizekönigreiches Peru bis 1821 die Unabhängigkeit vom Mutterland Spanien ausgerufen und ein paar Jahre später mit der Vertreibung der spanischen Soldaten auch umgesetzt wurde.

Casa Orsambela, das Haus eines Patriziers und Großkaufmanns in Lima

Unser Mittagstisch in der Casa Aliaga

San Francisco in Lima

Von den imposanten Klosteranlagen besuchen wir Santo Domingo und nach dem feudalen Mittagessen in der Casa Aliaga auch noch das ehemalige Kloster San Francisco. Unterhalb der Klosterkirche befinden sich Katakomben, die bis 1808 als Begräbnisstätte dienten. Die Katakomben wurden erst 1943 wiederentdeckt und man geht davon aus, daß hier ungefähr 25.000 Tote bestattet wurden.

In den Katakomben von San Francisco in Lima

 

Written by Stephan Börries

1 Comment

Rick

Lieber Stephan, wir b
Golden Dir auf Deiner Fährt, sind also Deine Follower.und wir beneiden Dich um diese schönen Erfahrungen und das Wetter.
Ganz liebe Grüße
Ingrid&Hanjö

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