Auf der Fahrt zum Kap passieren wir die markante Spitze der Isla Rhinoceronte

Wir erreichen heute mit Kap Hoorn die Landspitze der chilenischen Felseninsel Isla Hornos, die auch als der südlichste Punkt Südamerikas gilt. Am 29. Januar 1619 wurde das Kap von dem niederländischen Seefahrer Willem Cornelisz Schouten entdeckt und nach seinem Geburtsort, der niederländischen Stadt Hoorn benannt. Der eigentliche Entdecker soll aber Sir Francis Drake gewesen sein, der das Kap schon 30 Jahre zuvor umsegelte, seine Entdeckung aber nicht öffentlich machen durfte, weil die englische Admiralität die Existenz einer weiteren Möglichkeit neben der Magellanstraße, den Pazifik zu erreichen, zu einem Staatsgeheimnis machte.

Das Denkmal für die Seemänner zeigt in der „Leerform“ die Silhouette eines fliegenden Albatros‘

Aufgrund seiner schwierigen Witterungs- und Strömungsverhältnisse war die Route um Kap Hoorn jedoch eine der gefürchtetsten Seewege der Welt. Rund 800 Wracks von Schiffen liegen hier im Meer und tausende von Seeleuten fanden den Tod. An diese Männer erinnert ein Denkmal auf der Isla de Hornos.

Zwei Seebären vor Kap Hoorn
Die Südspitze vom Kap Hoorn

Diejenigen, die das Kap noch auf reinen Segelschiffen umrundet haben, fanden sich im Club der Kaphorniers zusammen, der sich vor einigen Jahren jedoch aufgelöst haben soll. Die letzte Umrundung des Kaps eines solchen Seglers fand nämlich im Jahre 1948 statt.

Mit Blasmusik und Bratwurst auf dem Pooldeck wird Kap Hoorn gefeiert und es ist fast ein bißchen wie beim bayerischen Frühschoppen

Wir haben es heute sehr viel leichter und umfahren das Kap bei angenehmem Wetter. Nur direkt vor der Spitze gibt es ein wenig Wind und es fallen auch ein paar Tropfen Regen, damit zumindest ein klein wenig Kap Hoorn feeling aufkommt.

Written by Stephan Börries

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