Ein bißchen Folklore zur Begrüßung in Jakarta

Die Zutaten zum Nationalgericht in einer Straßenküche

Warten auf Kundschaft

Mit etwa 10 Mio Einwohnern in der eigentlichen Stadt und gut 30 Mio Menschen, die in der Metropolregion leben, ist Jakarta nicht nur die Hauptstadt Indonesiens, sondern auch die größte Stadt Südostasiens und der zweitgrößte Ballungsraum auf der Erde. Jakarta ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt und Standort von Universitäten, Theatern und Museen.

Das ehemalige „Stadhuis“

Einer der vielen Kanäle/Grachten der Altstadt

Während der niederländischen Kolonialzeit, die Anfang des 17. Jahrhunderts begann und mit der Unabhängigkeitserklärung Indonesiens 1949 endete, hieß die Stadt Batavia und war der hauptstützpunkt der VOC, der Vereinigten Ostinindien Compagnie. Am alten Hauptplatz von Jakarta stehen noch einige Gebäude aus dieser Zeit, die in den vergangenen Jahren restauriert wurden, so wie das 1710 erbaute „Stadhuis“, das später auch als Militärverwaltung und politisches Gefängnis diente. Ein paar Kaufmannshäuser sind auch restauriert worden, aber bereits ein paar Straßen weiter, ist am Verfall der alten Gebäude und Stadtkanäle zu sehen, daß die Indonesier die Zeit der holländischen Dominanz am liebsten ganz tilgen möchten. Obwohl diese Zeit immerhin dreihundert Jahre dauerte, finden sich auch in den Werbetafeln, die hier wie überall auf der Welt nicht groß genug sein können, keine Worte, die an das Niederländische erinnern. Unser Reiseführer bestätigt diese Beobachtung, sagt aber das zwei Worte aus dem Niederländischen es in das moderne Indonesisch geschafft haben: Kofisyop (Kaffeehaus) und Knallpot (Auspuff).

Ehemaliges Gerichtsgebäude

Restaurierte Häuser aus der Kolonialzeit

Exotische Verkehrsmittel (Hollandräder) und seltsame Kopfbedeckungen als Freizeitspaß für die jungen Leute

Obwohl sie die Holländer vergessen wollen: Das Autokennzeichen für Jakarta ist immer noch ein B (Batavia)

„Häuser“ mitten in der Altstadt

Das neue Jakarta präsentiert sich mit Hochhäusern, Malls und Hotelpalästen im Zentrum der Megametropole, die umgeben ist von den riesigen Vierteln, in denen die Menschen teilweise unter erbärmlichen Bedingungen in Hütten hausen oder unter den Hochstraßen campieren.

Das Nationaldenkmal „Monas“ auf dem Medan Mederka

Das zeremonielle Zentrum von Jakarta bildet der Medan Mederka (Unabhängigkeitsplatz), der mit seiner Größe von ca. 1km² gar nicht mehr als Platz, sondern eher als Park erlebt wird. In der Mitte der Anlage erhebt sich das 137m hohe Unabhängigkeitsdenkmal, das von einer stilisierten Flamme gekrönt wird, die wiederum mit 3,6kg Blattgold überzogen ist. Um den „Platz“ herum stehen Regierungs- und Präsidentenpaläste, das Nationalmuseum und auch die Masjid Istiqlal (Freiheitsmoschee), die 1979 fertig gestellt wurde und eine der größten Moscheen der Welt ist. In den Hallen und Höfen können angeblich bis zu 130.000 Menschen gleichzeitig zum Gebet zusammenkommen. Der Islam in Indonesien ist gemäßigt und hat auch eine ganze Reihe von Elementen aus den hinduistischen und animistischen Traditionen übernommen.

Im Hof der Masjid Istiqal

Frauen & Männer beten auf einer Ebene

Die beeindruckende Kuppel mit einem Durchmesser von 45m

Written by Stephan Börries

1 Comment

Winfried Holtgreve

Lieber Stephan, ich wusste doch, dass du es nicht lange in Berlin aushälst! Wünsche dir eine gute Reise mit tollen Menschen und guten Erfahrungen. Ich bin erst im Juni wieder auf der MS EUROPA (Bilbao nach Hamburg. Gruss WINFRIED

Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code