Ein zweites Schiff, die Regent, macht kurz nach uns an der Pier fest

Am frühen Morgen treffen wir heute im Hafen von Kelang ein. Auf der Weltrangliste der umsatzstärksten Containerhäfen nimmt Kelang Rang Nummer 12 ein, weit vor Rotterdam oder Hamburg. Es ist Malaysias wichtigster Hafen, der aber auch von internationalen und nationalen Kreuzfahrtschiffen, die von hier aus nach Singapur fahren, genutzt wird.

Für uns ist Kelang der Ausgangspunkt für einen Tag in Kuala Lumpur, von Kennern nur kurz KL genannt. Gut eineinhalb Stunden dauert heute die Fahrt und unser erstes Ziel ist der ehemalige Bahnhof aus der Zeit der britischen Kolonialzeit.

Das Gebäude der ehemaligen Eisenbahnverwaltung von 1910 im sogenannten Mogulstil

Von dort müssen wir nur die Straße queren, um bei der National-Moschee anzukommen. Der sehr elegante Bau wurde 1965, zwei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung von Malaysia erbaut, und bietet Platz für insgesamt 15.000 Gläubige. Mit seiner modernen Architektur, die auch nach über fünfzig Jahren kein bißchen angestaubt wirkt, ist er ein Zeichen für ein selbstbewußtes junges Land mit einem optimistischen Blick in die Zukunft.

Der Haupteingang der National Moschee von Malaysia

Blick aus der Moschee auf einen Teil der Skyline

Nicht weit von dort liegt der Dataran Merdeka, der Unabhängigkeitsplatz. Ursprünglich war hier das Kricketfeld der Engländer und alle wichtigen Gebäude wie Sportclub, Kathedrale, Gouvernement, Post und Finanzamt lagen rund um den Platz. Die Gebäude sind erhalten, haben heute aber zumeist andere Funktionen. Besonders imposant in seinem pseudo-indischen Baustil ist das Sultan Abdul Samad Building, das frühere Hauptgebäude der Kolonialverwaltung.

Sultan Abdul Samat Building vor der Kulisse des modernen KL

 

Nach dem Mittag ist es dann Zeit für unseren Besuch der Petronas Towers. Die 452m hohen Zwillingstürme wurden von Cesar Pelli entworfen und nachdem sie 1998 fertig wurden, waren sie bis 2004 die höchsten Gebäude der Welt. Namensgeber und Nutzer der neuen Wahrzeichen von Kuala Lumpur ist die staatliche Mineralölgesellschaft Petronas, für die 11.000 Mitarbeiter in den Türmen arbeiten. Die Petronas Towers bilden das Zentrum des neuen Finanz- und Dienstleistungsviertels KLCC.

Petronas Towers in ihrer natürlichen Umgebung

KLCC-Park, entworfen von Burle Marx

Abendromantik in Port Kelang – hat hier jemand was von Feinstaub gesagt?

Written by Stephan Börries

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