Das Kyaikpun Heiligtum in Bago

An unserem letzten vollen Tag in Myanmar biete ich einen Ausflug nach Bago an. Nordwestlich von Rangun erreicht man nach ca. 80 km die 573 n. Chr. Gegründete Hafenstadt aber wegen der vollen und teilweise schlechten Landstraßen dauert die Reise in Omnibus mehr als zwei Stunden. Das macht aber nichts, denn unterwegs gibt es viel zu sehen. Wir kommen durch Dörfer und kleinere Orte, fahren durch Reisfelder und kommen an eingemauerten Gebieten vorbei, in denen das Militär sich und seine Angehörigen von der normalen Bevölkerung abschottet. An einigen Stellen laufen Wasserbüffel frei herum und suchen sich auf den abgeernteten Reisfeldern ihr Futter und auf der Straße konkurrieren LKWs mit Pritschenwagen, auf denen Menschen transportiert werden, mit Mopeds, auf denen ganze Familien unterwegs sind und mit anderen „kreativen“ Verkehrsmitteln.

Auf den Straßen von Bago

Marktszene in Bago

Die Stadt Bago liegt am gleichnamigen Fluß, der jedoch im Laufe der Geschichte sein Bett veränderte und den Hafen trockenfallen ließ.

Der Kanbawzathadi Palast

Während der Mon-Dynastie (6. bis ca. 18. Jh. n.Chr.) war die Stadt ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum. Tempel und Padogen sind Zeugen aus dieser Zeit. Sehenswert sind die die Stadt beherrschende Shwemawdaw- Pagode, die Hintha-Gone-Pagode und der 55 m lange liegende Shwethalyaung-Buddha. 1757 wurde die Stadt von den Birmanen zerstört, aber im 19. Jh. teilweise wieder restauriert.

Der 55 m lange liegende Shwethalyaung-Buddha

Um der großen Hitze zu entgehen, kaufe ich mir einen Longji, den traditionellen Wickelrock der Burmesen und lasse die Hosen im Rucksack verschwinden. Und obwohl mir die Wickel- und Knotentechnik erklärt wurde, tue ich mich doch einigermaßen schwer, damit mir das Kleidungsstück, das ansonsten sehr angenehm bei der Hitze zu tragen ist, herunter rutscht.

Die Treppen zur Shwemawdaw-Paya

Handgefertigte Papiersonnenschirme

Lektor im Longyi

Jetzt gilt es heute Abend die Koffer zu packen und mein Aufenthalt an Bord von MS EUROPA ist für dieses Mal zu Ende. Schade, denn es war wirklich eine spannende und sehr abwechslungsreiche Reise.

Written by Stephan Börries

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