Abendstimmung in Hamburg mit Elphi

Morgenstimmung auf dem NOK bei Brunsbüttel

Morgens um 2:00h brechen wir von Hamburg aus auf und erreichen gegen 6:00h Brunsbüttel und nach passieren der Schleuse, was ungefähr eine Stunde dauert, sind wir bei herrlichem Morgenlicht dann auf dem Nord-Ostseekanal (NOK).

Der Nord-Ostsee-Kanal durchquert mit einer Länge von knapp 100 Kilometern das Land Schleswig-Holstein zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau. Mit insgesamt 29.284 Schiffen im Jahr 2016 ist diese „Bundeswasserstraße“ die weltweit meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe. Die Größe der Zahl erklärt sich unter anderem, daß zu den gezählten Schiffen auch private Segel- und Motoryachten gehören, die zwischen und Ost- und Nordsee unterwegs sind.  Die erste Verbindung zwischen Nord- und Ostsee für seegängige Schiffe war der 1784 in Betrieb genommene und 1853 in Eiderkanal umbenannte Schleswig-Holsteinische Canal. Der heutige Kanal wurde zwischen 1886 und 1895 gebaut und mußte bereits zwischen 1907 und 1914 erweitert werden, um den Schiffen der kaiserlichen Kriegsmarine die Durchfahrt zu ermöglichen. Durch den Bau des damals nach Kaiser Wilhelm benannten Kanals verkürzte sich die Fahrtstrecke zwischen Nord- und Ostsee um 250 Seemeilen (ca. 460 km) und die nicht immer ungefährliche Passage von Skagerrak und Kattegat im Norden der Halbinsel Jütland konnte vermieden werden.

Betrieb auf dem NOK

Die alte Brücke bei Rendsburg mit der Schwebefähre (die nach einer Schiffskollision vor zwei Jahren außer Dienst ist)

Eine der kleinen Fähren über den Kanal

Da der Kanal von sehr vielen Schiffen unterschiedlichster Größenklasse befahren wird, gelten auf ihm sehr umfangreiche Verkehrsvorschriften. Es gibt spezielle Regeln für das Begegnen und Überholen.

Kleinere Schiffe wie Segel- oder Motoryachten dürfen den Kanal als „Selbstfahrer“ passieren. Jedes größere Schiff, das den Nord-Ostseekanal durchfährt, ist verpflichtet, einen Kanallotsen aufzunehmen. Darüber hinaus, und das ist zumindest in Deutschland einmalig, sind die Schiffe verpflichtet, einen Kanalsteurer an Bord zu nehmen, der Havarien auf der teilweise engen Wasserstraße verhindern soll. Je nach Größe des Schiffes können auch mehrere Steurer notwendig sein.

Frühling bei Rendsburg

Zwei Türme in der Eidermarsch

Insgesamt 9 Brücken und 3 Tunnel (davon ist einer als reiner Versorgungstunnel nicht für den öffentlichen Verkehr zugänglich) führen zwischen Brunsbüttel an der Elbe und Holtenau bei Kiel über den Nord-Ostseekanal. Zusätzlich queren 14 Fähren den Kanal, die, genau wie die Brücken, kostenlos für die Nutzer sind.

Gutshof bei Kiel

Alte und neue Brücke über den NOK

Der Kanal hat eine Gesamtlänge von knapp 100km und gehört zu den sogenannten spiegelgleichen Seekanälen. Das bedeutet, daß kein Höhenunterschied zwischen Eingang und Ausgang des Kanals überwunden und trotzdem durch Schleusen an beiden Enden gegen die wechselnden Wasserstände, die durch Gezeiten oder Windstau verursacht werden, abgeschlossen werden muß.

die Schleuse bei Kiel-Holtenau öffnet sich. die „Kleinen“ haben den Vortritt

Einfahrt in die Kieler Förde: Leuchtfeuer von Holtenau und Marinedenkmal in Laboe

Written by Stephan Börries

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code