Das ehemalige Rathaus und der Stadtgründer Karl XI auf seinem Postament

Karlskrona wurde 1679 während der Regierungszeit Karls XI als Flottenstützpunkt gegründet und später zum wichtigsten Marinehafen Schwedens ausgebaut. Die Stadt entstand ursprünglich auf mehr als dreißig Inseln und wurde durch einen Archipel vorgelagerter Inseln von der Seeseite her geschützt.

Es ist der 1.Mai und die werktätigen Massen marschieren am Vormittag durch die ausgestorbene Stadt.

Die Stadt wurde der damaligen Zeit entsprechend auf einem regelmäßigen Raster angelegt, dessen Zentrum vom zentralen Platz, dem Stortoget, eingenommen wird. An diesem riesigen Stadtplatz befinden sich die barocken Hauptkirchen Fredriks-kyrkan und die Tska-kyrkan, die deutsche Kirche, die bis 1848 von der deutschen Gemeinde genutzt wurde. Dann gibt es am Platz noch das ehemalige Rathaus, das heute als Gerichtsgebäude genutzt wird und ein kurioses Wasserreservoir, das man im Stil einer kleinen mittelalterlichen Festung gebaut hat.

Der Innenraum der Fredriks-kyrka spiegelt sich im modernen Taufbecken

Mit seinen Sanduhren erinnert der Putto auf der Kanzel der Fredriks-kyrka den Prediger daran, seine Ausführungen nicht ausufern zu lassen.

Große Teile der Hauptinsel werden noch heute militärisch genutzt und sind für Besucher nicht zugänglich, während das Marinemuseum und andere historische Anlagen auf der Nebeninsel Stumholmen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören.

Die Kuppel der Tska-kyrka; bretterverkleidet und mit Trompe-l’oeil-Malerei versehen, zitiert sie hier oben im Norden das Pantheon in Rom

Im Stadtbild findet sich noch eine Reihe von Holzhäusern, die mit ihrem bunten Anstrich die Erwartungen der Besucher an eine schwedische Kleinstadt erfüllen. Die meisten Gebäude von Karlskrona sind jedoch mehrgeschossige Wohnhäuser und Büros im Stil der 1960er Jahre mit nicht sehr viel Charme.

Am frühen Nachmittag macht MS HANSEATIC dann auch schon wieder die Leinen los und wir verlassen den letzten Hafen auf dieser Reise bei bestem Wetter um morgen früh in die Kieler Förde einzufahren.

Herrenhaus in Karlskrona, heute Teil des Regionalmuseums von Blekinge

Historische Holzhäuser in Karlskrona

Written by Stephan Börries

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