Abschied von MS EUROPA

Am Morgen heißt es Abschied nehmen von MS EUROPA, zumindest für ein paar Wochen und nachdem ich ins Hotel übergesiedelt bin, steht mir Singapur offen, ganz ohne Gäste (im Schnitt hatte ich in den letzten Wochen 28!) und da das Hotel in der Orchard Road ist, laufe ich ein paar Blocks runter in eine der blinkenden Malls und schaue, was es bei Shanghai Tang gerade Neues gibt. Danach fahre ich Richtung City Hall und suche nach meinem Prafum-Laden, wo ich bisher immer mein Grey-Flannel bekommen habe. Nach einigem Irren, sagt mir ein alter Ladenbesitzer in der Nachbarschaft, daß es den Laden nicht mehr gibt und jemand anderes rät mir, nach Little India zu fahren und es bei Mustafa zu versuchen, da gibt es angeblich alles.

Ein Bodhisattva im Museum für asiatische Zivilisationen

Aber zunächst einmal besuche ich wieder einmal das Museum der asiatischen Zivilisationen, wo es gerade eine Ausstellung zu Raffles und seinem Wirken in Südostasien gibt, aus Anlaß des zweihundertsten Jahrestages seiner Landung in Singapur. Ich lerne Menge Einzelheiten zu dieser Persönlichkeit, die heute so prominent hier in Singapur ist (Raffles Hotel, Raffles Place, Raffles Hospital etc.etc.) und sicher ist Sir Thomas Stamford Raffles für die Stadtgeschichte sehr wichtig, aber daß er nur achtunddreißig Tage hier war, wußte ich bisher noch nicht.

Wer sagt denn, daß Toga und Tablet nicht zueinander passen?

Nach dem Museum mache ich mich also auf nach Little India und finde Mustafa auch, ein riesiges Kaufhaus, das aussieht, wie ein vollgestopftes Woolworth. Aber es scheint hier wirklich alles zu geben. Nur Grey Flannel haben sie hier auch nicht. Jemand, der aussieht, wie ein Abteilungsleiter ruft für mich noch beim Großhändler an, aber in drei Wochen bin ich in Marokko und nicht in Little India. Aber ein Spaziergang durch die Straßen mit ihren Gewürzdüften und Goldläden am frühen Abend ist immer wieder schön.

Bevor man den Laden betreten darf, gibt man entweder die Tasche ab,oder sie wird mit Kabelbinder verschlossen
Tja, Grey Flannel gibt’s auch bei Mustafa nicht
Am frühen Abend in einem der Hindu-Tempel von Little India
Hier ist wirklich alles Gold, was glänzt! Die Colliers wiegen aber nicht einmal hundert Gramm!

Zu Abend esse ich in einem food-court, das ist ein Hof, der von lauter Garküchen umstellt ist und einem Wohngebiet die Nachbarschaft aber ganz offensichtlich auch schon einige Touristen (wie mich) anzieht; so ist das mit Geheimtips.

Newton Food Court, ein wirklich angenehmer Platz!

Written by Stephan Börries

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