Der Innenhof des Sommerpalastes der Cas de Pilatos in Sevilla

Heute Vormittag machen wir einen Spaziergang durch Sevilla, den wir mit einem Besuch der Casa de Pilatos beginnen. Die Bezeichnung Casa ist reichlich untertrieben, den hier handelt es sich um einen der prächtigsten Renaissancepaläste Spaniens, der der Familie de la Ribera gehörte. Da die Bezeichnung Palacio aber den königlichen Bauten vorbehalten war, ist es eben nur eine Casa. Die breitet sich dann aber auf 10.000m² aus, verfügt über mehrere prächtige Innenhöfe und Gärten und beherbergt unzählige Kunstschätze. Einen besonderen Schmuck des Palastes stellen die über 1200m² gefliester Wandflächen dar, auf denen mehr als 150 verschiedene Dessins die keramische Kunst Valencias des 16ten Jahrhunderts dokumentieren.

Setes de Sevilla

Als nächstes besuchen wir die Placa da Incarnation mit den „Setes de Sevilla“. Diese Installation aus mehr als 3.500m³ Furnierschichtholz wurde zwischen 2005 und 2011 nach den Plänen des deutschen Architekten Jürgen Mayer H. gebaut und ist nicht nur eine imponierende Skulptur sondern verbirgt in ihrem Innern eine Markthalle und darunter ein Museum mit Ausgrabungen aus der Zeit, als Sevilla unter dem Namen Hispalis eine florierende römische Großstadt war.

Ein Besuch der riesigen Kathedrale von Sevilla rundet unseren Spaziergang ab, die wir dieses Mal leider nur von außen bestaunen dürfen, weil heute das Namensfest des heiligen Ferdinand ist, der als Schutzpatron von Sevilla mit besonderen Gottesdiensten geehrt wird und die Kirche für Touristen nicht zugänglich ist. Als Denkmal morgenländischer Größe ragt die Giralda, der Kathedralturm, einst das Minarett der Hauptmoschee und neben den Minaretttürmen von Rabat und Marrakesch das bedeutendste aus der Epoche der Almohaden in den Himmel.

So richtig viel Platz ist nicht zwischen den Aufbauten von MS EUROPA und der Puente Centenario

Am späten Nachmittag macht MS EUROPA dann die Leinen los und wir fahren bei prächtigem Sommerwetter den Guadalquivir wieder hinunter um dann später bei Sanlucar Barrameda den Atlantik zu erreichen.

Written by Stephan Börries

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