Einfahrt in den Hafen von Portimao
Seemann, laß das Träumen………..

Portimao ist eine Hafenstadt an der Südküste der „Algarve“. Der landschaftliche Reiz der Algarve liegt in dem Nebeneinander von schroffen und bizarren Küsten, gegen die ungestüm die Brandung des Atlantiks schlägt und dem sanfthügeligen Hinterland mit seinen rosafarbenen Mandelbäumen, Orangenbäumen und grünen Wiesen. Das ehemalige Fischerdorf liegt geschützt an der Flussmündung des Rio Arade. Schon zur Römerzeit möglicherweise als „portus magnus“ bezeichnet, wurde die geografische Lage am Rio Arade ausgenutzt, um eine Anlegestelle einzurichten. Chelb, die benachbarte Hauptstadt der maurischen Algarve, heute Silves, trug zum Aufschwung bei. Die Vertreibung durch christliche Eroberer war 1249 unter König Alfonso III. abgeschlossen, und Portimao verlor an Bedeutung. Zahlreiche Angriffe maurischer Seeräuber konnten durch die Errichtung von Verteidigungsanlagen an der Flussmündung abgewehrt werden. Am rechten Ufer sind noch die Reste der „Fortaleza de Santa Catarina de Ribamar“ und am gegenüberliegenden Ufer „Ferragudo“ erkennbar (15. Jh.). 1755 zerstörte ein landesweites Erdbeben Silves und auch Portimao.

Die Kirche Sao Lourenco in Almancil von außen
und von Innen

Auf unserer Rundfahrt durch die Algarve besuchen wir zunächst die Kirche Sao Lourenco in Almacil. Die kleine Dorfkirche wurde um 1700 erbaut und ist wegen seiner Ausstattung mit blau-weißen Fliesen berühmt. Über dreißigtausend davon bedecken den gesamten Innenraum des Gotteshauses: Wände, Pfeiler, decken und Gewölbe.

Die Reste der Aula auf dem archäologischen Gelände von Milreu

Am Wege nach Estoi liegen die Ruinen einer römischen Villa aus dem 2. Und 3. Jhdt. nach Christus. Die freigelegten Bodenmosaiken sind noch vor Ort und ich kenne keinen anderen Ort, wo man solche Schätze so direkt sehen und teilweise auch begehen kann.

Das Dorfzentrum von Estoi

Im Palacio de Estoi, wo wir dann auch zu Mittag essen, besuchen wir die wunderbaren Gärten. Auch hier wurden Wände und Treppen mit den portugiesischen fliesen, den Azulejos geschmückt.

Palacio de Estoi aus den unteren Gärten gesehen
Treppendetail in Estoi
Dorfstraße in Estoi
Die mittelalterliche Brücke von Silves

Am Nachmittag dann der Besuch von Silves, das von einer mächtigen Festung aus maurischer Zeit bekrönt wird. Während seiner größten Blüte in der Zeit der Mauren unter der Dynastie der Umayyaden (sh. Cordoba) hatte Silves ca. 15.000 Einwohner. Nach der Eroberung durch die christlichen Truppen unter Alfonso III schrumpfte diese Zahl auf ungefähr 1000 zusammen. Nach all den Jahrhunderten ist die Einwohnerzahl heute wieder auf 12.000 angestiegen.

Die Kathedrale von Silves
Bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Portimao
Sich einmal fühlen, wie Kate Blanchett und Leonardo di Caprio: MS EUROPA macht auch das möglich

Written by Stephan Börries

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