Die See im Ärmelkanal war in der Nacht sehr bewegt und als wir am Morgen in Honfleur zu unserer Fahrt in die Normandie aufbrechen, scheint es, als hätten wir das schöne Herbstwetter hinter uns gelassen: es ist regnerisch und trübe. Aber das gehört in dieser Jahreszeit eben auch zur grünen Landschaft dieser wunderbaren Region im Norden Frankreichs.

Die Einfahrtsstrasse nach Bayeux mit den Türmen der Kathedrale
Das wunderbare Hauptschiff der Kathedrale mit der normannischen Innenarchitektur

Unsere Fahrt bringt uns zunächst nach Bayeux, wo wir nach dem Besuch der Kathedrale und einem Spaziergang durch die Altstadt den sogenannten Teppich von Bayeux bewundern. Es ist ja nicht das erste Mal, daß ich diese wunderbare Bildergeschichte der Eroberung Englands durch Willhelm und seine Normannen im Jahre 1066 sehe. Aber jedes Mal entdecke ich auch dem fast sechzig Meter langen und über tausend Jahre alten Kunstwerk neue Einzelheiten. Weitere Bilder und Infos zu Honfleur, Bayeux und Caen gibt es übrigens unter den Stichworten EUR1609 und EUR1912 auf diesem Blog.

Chateau de Sully

Nach so viel Kunst und Geschichte erholen wir uns ausführlich bei einem mehrgängigen Mittagessen im Chateau de Sully. Denn die französische Küche gehört seit dem Jahre 2010 zum immateriellen Weltkulturerbe und soll doch auch entsprechend gewürdigt werden!

Als Hauptgang Kabeljau mit Vanilleschaum(!), Pampelmusen-Schnitze und getrüffeltem Kartoffelpuree

Zum erweiterten Nachtisch gibt es anschließend in Caen die beiden wunderbaren Abteikirchen, in deren einer sich das Grab Wilhelms, der im Jahre 1087 starb, befindet und in der anderen das seiner Frau Mathilde von Flandern.

Die Abbaye des Dames ist ein Meisterwerk der normannischen Romanik
Im Weihwasserbecken der Kirche tummelen sich zwei (steinerne) Fische
Was das Wetter angeht, gibt es für Morgen (Guernsey) durchaus Verbesserungspotential!

Written by Stephan Börries

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