Die Biskaya, die wir heute auf unserem Weg nach A Coruna durchqueren, macht ihrem Ruf dieses Mal alle Ehre: schon gestern Abend nahm der Seegang ordentlich zu und heute Morgen, war das Frühstücksrestaurant nur spärlich besetzt. So ging es dann den ganzen Tag weiter mit Wellenhöhen von knapp sechs Metern. Die Stabilisatoren dämpfen das Stampfen und Rollen des Schiffes doch erheblich und machen die Fahrt durch den berüchtigten Golf dann doch (für viele) zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Die Biskaya, oder auch Golf von Biskaya genannt, ist eine Bucht des Atlantischen Ozeans, die sich von Galicien im Nordwesten der iberischen Halbinsel entlang der Nordküste Spaniens und der Westküste Frankreichs bis hinauf zur Bretagne erstreckt. Interessanterweise werden die beiden Enden dieser Küstenlinie als „Ende der Welt“ bezeichnet: Finisterre! Das Seegebiet der Biskaya ist bekannt für schlechtes Wetter, starke Stürme und extremen Seegang.

Die Hauptrichtung von Wind und Meeresströmung wird vom Eintreffen des Golfstromes an der europäischen Festlandsküste bewirkt und führt von der bretonischen Südküste aus in einer im Uhrzeigersinn drehenden Strömung bis zum Cabo Ortegal in Galicien. Die dabei auftretende Verwirbelungen zwischen dieser Strömung und der Küste gelten in der Seefahrt auch heute noch als durchaus gefährlich, zumindest für kleine und mittlere Schiffe.

Written by Stephan Börries

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