Der Morgen im Hafen von Casablanca

Sogar nach Afrika führt uns diese Reise, wenn auch nur für einen Tag, und unser Hafen ist Casablanca. Diese Stadt, die für uns fast ausschließlich mit einem Spielfilm, in dem Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann die Hauptrollen spielen, in Verbindung gebracht wird, ist die größte Stadt Marokkos. 3,5 Millionen Menschen leben hier und der Hafen ist der wichtigste des Landes an der Atlantikküste. Vor allem Phosphat, von dem Marokko 75% der Weltproduktion auf den Markt bringt, aber auch andere Güter werden hier umgeschlagen. Die Stadt wächst ständig und der 2018 eröffnete Hochgeschwindigkeitszug El Bourak (das ist das Pferd des Propheten), verbindet mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320km/h Casablanca mit den wichtigen Städten des Nordens.

MS HANSEATIC Inspiration im Hafen von Casablanca

Unser Besuch heute gilt aber der Königsstadt Rabat. Nach eineinhalb Stunden Fahrt über die sechsspurige Autobahn erreichen wir unser Ziel. Nach einem Gang durch Straßen, die während der französischen Protektoratszeit im Art-Deco-Stil bebaut wurden, erreichen wir die Medina. Medina ist das Wort für (Alt-) Stadt und hier befinden sich auch die Souks, die Märkte. Weniger unübersichtlich als zum Beispiel in Marrakesch und auch weniger touristisch überlaufen, läßt es sich hier auch mit einer größeren Gruppe bequem bummeln und staunen.

Das Minarett einer Moschee
In der Kasbah des Oudayas

Die Kasbah des Oudayas, die wir als nächstes besuchen, ist eigentlich eine Festung an der Mündung des Oued Bouregreg, in deren Mauern sich eine eigene kleine und sehr pittoreske Altstadt entwickelt hat. Von einer Art  Aussichtsterrasse am höchsten Punkt der Kasbah öffnet sich ein grandioser Ausblick auf den Atlantik, die Flußmündung, sowie auf die Stadt Salé, die mit ihren mehr als 400.000 Einwohnern direkt gegenüber von Rabat liegt.

Seine Exzellenz, der Botschafter bei seiner Luncheonspeach

Beim marokkanischen Mittagessen in einem typischen Stadthaus, genießen wir dir marokkanische Küche und haben mit dem deutschen Botschafter einen Ehrengast, der uns mit höchster Kompetenz Informationen über Land und Leute gibt

Dr gutgelaunte Service freut sich über die Trinkgelder!

Das Nachmittagsprogramm führt uns zunächst zum Hassan-Turm. Der Turm, der am Ende des 12. Jahrhunderts erbaut wurde, hat mit seinen 44m gerade die Hälfte der ursprünglich geplanten Höhe erreicht. Er sollte das Minarett für eine Moschee werden, die die größte, jemals auf marokkanischer Erde gebaute werden sollte. Durch den Tod des Bauherren Youssouf Al Mansour im Jahre 1198 kamen die Bauarbeiten aber auch hier zum Erliegen und ein Wald von Säulenstümpfen trägt heute zum Zauber der Anlage bei.

Im Innern der Chellah

Und zum Abschluß unseres Tages in Rabat besuchen wir dann noch die Chellah, eine Nekropole vor den Toren der alten Stadt, die im 14. Jahrhundert von einer festungsartigen Mauer umgeben wurde. Innerhalb der Nekropole gibt es die Ruinen von karthagischen und römischen Siedlungen, die Reste eines religiösen Zentrums und das alles eingebettet in Gartenanlagen, die gar nicht daran denken lassen, daß nur ein paar hundert Meter von hier die pulsierende Hauptstadt Rabat existiert.

Der Eingang zur Chellah

Written by Stephan Börries

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