Nachbau der Santa Maria des Christoph Kolumbus, der auch hier auf Madeira war.

Funchal auf Madeira ist der letzte Hafen dieser Reise bis zu unserem Ziel auf Teneriffa. Madeira mit seinen Nebeninseln besitzt, wie die Azoren, seit 1976 eine begrenzte Autonomie, obwohl die Inseln zu Portugal gehören. Sie liegen 1.000 km von Lissabon, 700 km von der afrikanischen Küste und 1.000 km von den Azoren entfernt im Atlantik.

Die ehemalige Hafenmeisterei im Hafen von Funchal
Das historische Rathaus von Funchal

Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs, und ihre gebirgige Hauptinsel besitzt mit dem Pico Ruivo (1.861 m) ihre höchste Erhebung. Lediglich 25% des Massivs ragen aus dem Meer empor, das in unmittelbarer Umgebung von Madeira bis zu 4000m tief ist.Die höchste Felsklippe Europas ist mit 580 m der Cabo Girao. Nahezu überall fällt die Küste steil ins Meer ab. Die Vegetation ist üppig und weist neben  einheimischen Blumen und Bäumen eine unüberschaubare Anzahl von Spezies an subtropischen und tropischen Gewächsen aus, die im Laufe der Zeit hier angesiedelt wurden. Den Namen „Blumeninsel“ erhielt Madeira wegen der Vielzahl an Azaleen, Hibiskus, Kamelien, Fuchsien, Hortensien, Bougainvilleen und Orchideen, die wegen des milden Klimas hier gedeihen.

Obwohl Madeira schon in der Mitte des 14. Jh. auf genueser und katalanischen Seekarten erschien und mit Sicherheit schon den Phöniziern bekannt war, gelten die Portugiesen Joao Goncalves Zarco und Tristao Vaz Teixeira   als eigentliche Entdecker des Eilandes. Sie strandeten im Jahre 1418 zunächst auf der Nachbarinsel Porto Santo und kamen ein Jahr später im Auftrage Heinrich des Seefahrers zurück, um eine erste Kolonie zu gründen. Wegen des reichen Baumbestandes nannte man die Insel Madeira, der im Portugiesischen „Holz“ bedeutet. Bei der portugiesischen „Entdeckung“ Madeiras war die Insel fast ganz mit dichtem Wald bedeckt. Um nun das Land urbar zu machen, legte man Brände und ging dann daran, den Boden zu bebauen: Neben ihrem Bedarf an Getreide, Obst und Gemüse bauten sie hauptsächlich Zuckerrohr, das aus Sizilien her hier eingeführt wurde, und Wein an. So verwandelte sich Madeira langsam in einen fruchtbaren Garten.

Basaltpflaster in den Gassen von Funchal
Christiano Ronaldo wurde 1982 in Funchal geboren. In seiner bescheidnen Art hat er sich hier direkt am Hafen ein Museum und ein Denkmal errichtet, das die ihm besonders wichtigen Körperteile dezent betont (es ist nicht der Kopf!)
Auch ein Blickfang im Hafen: Skulptur aus Plastikabfall

Nachdem wir uns am ersten Ort, den wir auf Madeira ansteuern, nämlich den spektakulären Aussichtspunkt am Cabo Girao, mitten in dichten Wolken wiederfinden, geht es weiter zum Jardim Botanico, in dem die Pflanzenwelt der Insel prächtig versammelt ist.

Der botanische Garten von Funchal mit Blick auf Stadt und Hafen

Von dort ist es nicht weit zu den Gärten der Quinta do Palheiro, die als die schönsten Anlagen auf Madeira gehören. Die anglo-amerikanischen Weinhändler Blandy haben diese wunderbaren und ausgedehnten Anlagen in mehreren Generationen im 19. Und 20. Jahrhundert angelegt.

Zufahrt zur Quinta da Palheiro
Die Villa Blandy inmitten ihrer Gärten

Formale Gartenelemente werden mit üppigen Staudenrabatten (borders) der englischen Gartentradition kombiniert, das Ganze eingebettet in einen Landschaftspark von über 100ha Größe.

MS HANSEATIC inspiration im Hafen von Funchal

Written by Stephan Börries

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